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HvdH Transalp    7. Etappe     „Dimaro - Riva del Garda“
Erforderliche Kompasskarten: Nr. 73 und 101 Etappendaten: Zuerst super Wetter dann Wolkenbruch mit Gewitter 11 - 23°C 86 km – 2000 Hm auf / 3000 Hm ab - Gesamtzeit 10:00 h (7:20 h netto)  -  3500 kcal Von Dimaro aus starteten wir bei schönstem Wetter Richtung Madonna di Campiglio ins Val  Meledrio. In der ersten Kehre ging es auf eine ausgeschilderte Bikeroute der „Dolomiti di Brenta“  – immer bergauf, entlang dem Meledrio Baches durch ein abwechslungsreiches Waldgebiet.  Nach 800 Höhenmetern durch ein schönes Tal mit einigen Fotomotiven - Wasserfällen, Felsdurchfahrten, und toller Brücke - erreichten wir die Skigebiete - und dann den Ortskern von Madonna di Campiglio (1522 m).  Immer wieder trafen wir auf andere Biker die wir zuvor schon öfters auf unserer Tour getroffen hatten. Am Ortsausgang geht es wieder links ab auf die Mountainbike-Route. Zur Anfahrt des wunderschönen Wasserfalls „Rif. Cascata di Mezzo“ gibt es zwei Möglichkeiten, rechts ab am Schild „Bar Ristorante Rifugio Cascate“ über einen schmalen und steilen Downhill oder weiter geradeaus über breiten Waldweg. Der kaskadenartige Wasserfall bietet die Möglichkeit super Fotos zu machen. Direkt am Wasserfall ging es über eine schmale Brücke und dann über viele Wurzeln Richtung Val di Agola. Bei der Auffahrt zum Lago di Val di Agola (1595 m) änderte sich sehr schnell das Wetter und wir mussten Regenjacken anziehen. Leider war der Himmel bedeckt, als sich bei der Umfahrung des Sees die Berge auf der Oberfläche spiegelten. Jetzt folgte eine schwierige Schiebepassage bei dem nassen Untergrund und wir hörten auf der anderen Seite schon das angesagte Gewitter. Auf dem Passo Bregn de I’Ors (1836 m) waren wir dem Gewitter sehr nahe – deshalb schnell die volle Regenmontur an und nichts wie weg hier und ab ins Tal. Nach wenigen Metern Fahrstrecke,  waren es zwischen Blitz und Donner nur noch 3-4 s und wir befanden uns mitten in einem Wolkenbruch. Die Schotter-Serpentinenpiste hatte sich schnell in einen fließenden Bach entwickelt und wir fuhren mit Fluchtgeschwindigkeit talabwärts. Erst nach einigen Kilometern erreichten wir eine Bar, wo wir - wie viele andere Biker schon vor uns - Schutz suchten.  Mittagspause hatten wir bis jetzt noch keine und es regnete immer noch. Wir entschieden uns ,nur eine kurze Pause - zur Stärkung mit Kaffee, Tafel Schokolade und Cola - zu machen, um nach 20 min. die restlichen 38 km anzugehen. Im Regen ging es in voller Fahrt bergab über eine asphaltierte Strasse im Val d’Angole, die jedoch durch den Wolkenbruch an vielen Stellen mit Steinen und Geröll bedeckt war. Nach einiger Zeit erreichten wir die Hauptstrasse, die uns mit einer tollen Aussicht auf den tiefer liegenden „Lago Serbatoio Ponte Pia“ nach Stencio in 666 Meter Höhe führte. Über eine Serpentinenstrasse ging es weiter abwärts nach Ponte Arche (400 m) und von dort zum höher liegenden Vigo Lomaso (507 m). Als wir ein Schild gesehen hatten Riva 23 km dachten wir wären bald da, aber das war ein Trugschluss. Wir verließen die Hauptstrasse und folgten einer schmalen asphaltierten Strasse die sich nach einer Weile in einen Weg mit neu aufgebrachten Sand im nassem Zustand verwandelte, wo man einige Zentimeter einsank und es ging wieder nur noch bergauf. Im Val Lomasone wechselten wir von der Joe-Route auf eine andere GPS Route aus dem Internet. Diese erwies sich später als sehr schwierig, weil die schweren Schiebepassagen bergauf bei dem schlechten Wetter nicht enden wollten. Zusätzlich war die GPS-Tour nicht nachbearbeitet und mit einigen Fehlern versehen. Es dauerte einige Zeit bis wir endlich den Gardasee in sichtweite hatten. Mit voller Freude vernichteten wir die hart erkämpften zusätzlichen Höhenmeter und fuhren mit hoher Geschwindigkeit bis in den Hafen nach Riva in 60 Meter Höhe. Nach den Finisherfotos am See stillten wir unseren Hunger erst einmal mit einer Handpizza und machten uns dann daran ein Hotel zu suchen. Das erwies sich als recht schwierig und dauerte eine Stunde bis wir dann eins der höheren Preisklasse gefunden hatten. Bei zwischenzeitlich wieder gutem Wetter und bei vollster Zufriedenheit, hatten wir ein super Abendessen und einige Biere im Hafen und dann eine gute Nacht. Hotelhinweise: Es war OK, dass wir für die ganze Tour keine Reservierung benötigt haben. Doch für eine Wochenendübernachtung in Riva werden wir beim nächsten Mal reservieren. Hier die Tel.-Nr. vom Verkehrsamt: +39 0464 55 44 44. Rücktransport: Der Rücktransport erfolgte per Bus mit Radanhänger von Riva über Torbole – Aufnahme weiterer 14 Biker einer organisierten Transalptour – und von dort über St. Anton nach Oberstdorf. Weitere Details und Alternativen zum Rücktransport findet man unter „Anreise“. Fazit: Es war ein einmaliges Erlebnis, was ich bei entsprechender Vorbereitung jedem Biker als „Highlight“ empfehlen kann. Bei den 1,5 Tagen Regen und sonst nur super Wetter haben wir viel Glück gehabt, wenn man überlegt, dass in der Woche zuvor nur Regen war und beim Rücktransport die Schneefallgrenze auf 1000 m gefallen war und das Wetter danach auch nicht besser wurde. Es ist auch zu empfehlen so eine Tour mit einem GPS-System zu machen, um sich stressfrei und unabhängig vom Wetter (bei einem Wolkenbruch, wie in der 7. Etappe kann man keine Karte auspacken - überwiegend auf das Fahren konzentrieren kann. Mit sportlichem Gruß HvdH Tour: 23475                                              Link Youtube:xej9fxsnFBo
Polarpulskurve (rot) Höhenaufzeichnung (braun) und Geschwindigkeit (blau) HvdH Hans van den Hövel Home GPS Touren Videos Diverses Historie Privat Impressum Hans van den Hövel Home Videos Diverses Historie Privat Impressum GPS Touren